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Lehm
ist der meist verbreitete und am längsten erprobte Baustoff
der Welt. Ob in Europa, Afrika oder Asien: man kennt ihn als guten
Baustoff. Weltweit finden sich jahrhundertealte Häuser, die
heute noch intakt sind. Warum können Lehmhäuser so alt
werden und wieso herrscht in ihnen ein so gesundes und angenehmes
Wohnklima?
Lehm
hat hervorragende Eigenschaften:
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Holzkonservierend
- Feuchtigkeitsregulierend
-
Dampfdiffusionsfähig
- Wärmedämmend
- Schalldämmend
- Wärmespeichernd
Holzkonservierend
Diese
Eigenschaft des Lehms beruht auf seiner Gleichgewichtsfeuchte von
4,5%. Da pflanzliche und tierische Schädlinge einen Wassergehalt
von 8 bis 16% benötigen, wird ihnen durch Lehm die Lebensgrundlage
entzogen. Aus diesem Grund findet man so viele alte Häuser,
in denen das Holz in ausgezeichnetem Zustand ist.
Feuchtigkeitsregulierend
Je nach Witterungslage nimmt Lehm Luftfeuchtigkeit auf, speichert
sie in seinem Kapillarsystem und gibt sie bei zu trockener Luft
wieder an die Umgebung ab. In Lehmhäusern herrscht eine gleichbleibend
relative Luftfeuchtigkeit. Im Vergleich dazu schwanken bei heute
herkömmlichen Baustoffen die Werte zwischen 20% im Winter und
70% im Sommer. Bei herkömmlichen Baustoffen sind die Anschlüsse
zwischen Holz und Füllung häufig Ärgernisse, es entstehen
oft Risse. Lehm dagegen macht das Dehnungs- und Schwundverhalten
des Holzes mit.
Dampfdiffusionsfähigkeit
Die Bauweise der letzten Jahre - dichte Fenster, wasserundurchlässige
Kunststoffe oder Alubeschichtungen, Sperrputze usw. - führen
dazu, dass dem gesetzmäßig auftretenden Dampfdruck der
Weg versperrt wird. Bauschäden, die vorher nie vorkamen treten
auf. Anders bei Lehmbauweise, Lehm ist dampfdiffusionsoffen.
Wärmedämmend
Die Wärmeisolierung ist ein wichtiger Faktor bei den heutigen
Energiemaßnahmen. Im Lehmbau erreicht man dem heutigen Stand
entsprechende Werte durch den Einsatz von Leichtlehmelementen, bei
denen als Zusatzstoffe Holzspäne, Perlite oder Stroh beigemischt
sind.
Lehm bietet im Bauwesen große Vorteile und sollte deshalb
mehr eingesetzt werden. Durch die technische Entwicklung - Lehm
als Fertigprodukt - sind für Heimwerker und Bauleute die Kosten
genau kalkulierbar und die Verarbeitung des Lehms entspricht den
heutigen Anforderungen im Bauwesen an Wirtschaftlichkeit und Handhabung.
Lehm wird heute immer noch im Gesundheitswesen eingesetzt.
So zum Beispiel in Sobernheim in drei Kurkliniken, die innerlich
und äußerlich mit Lehm arbeiten. Lehm ist also Heilerde.
Durch seine Absorption und sein Absorptionsverhalten nimmt er Gase
auf und neutralisiert Schadstoffe.
Die
Kraft des Lehms für eine wohngesunde Raumgestaltung.

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